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RabeePerfume
Iris

Iris

Herkunft

Toskana, Italien / Marokko

Charakter

Pudrig, veilchenartig, erdig, kühl

Iris ist die teuerste Note der Parfümerie. Nicht die Blüte, sondern die Wurzel — drei Jahre Reifung, dann erst wird das Rhizom destilliert. Das Ergebnis ist pudrig, veilchenartig, unverwechselbar.

Iris-Butter (Orris-Butter) wird aus den Rhizomen der Florentiner Iris (Iris pallida) gewonnen. Die Ironone, die den charakteristischen Duft ausmachen, entstehen erst nach dreijähriger Reifung.

Geschichte und Herkunft

Iris wurde in der Renaissance in Florenz angebaut und ist seit dem 16. Jahrhundert eine Schlüsselnote der feinen Parfümerie. Wegen ihrer aufwendigen Gewinnung ist sie bis heute einer der edelsten Rohstoffe überhaupt.

So verwenden wir ihn

Iris kommt sparsam — im Herz oder in der Basis. Zu viel davon ist zu viel. In der richtigen Menge gibt sie dem Duft eine kühle, pudrige Präzision.

Position in der Duftpyramide

Iris wirkt meist im Herz. Das Herz ist die am längsten präsente Schicht in den ersten Stunden — es übernimmt das Erbe der Kopfnoten und bereitet die Haut auf die Basis vor. Die Moleküle im Herz sind mittelgewichtig: nicht leicht genug, um schnell zu verfliegen, nicht schwer genug, um zu verschwinden. Sie bleiben zwischen zwei und vier Stunden nach dem Auftragen aktiv.

In unseren Kompositionen arbeitet Iris im Herz mit einem Anteil zwischen 0,5 und 3 Prozent. Blumen sind balanceempfindlich — zu wenig geht unter anderen Schichten verloren, zu viel macht den Duft medizinisch oder schwer. Die richtige Dosierung lässt die Blüte den Rhythmus aufnehmen und führen.

Beste Kombinationen

Iris entfaltet besondere Wirkung in Verbindung mit Veilchen, Rose, Zedernholz, Weißer Moschus. Diese Kombinationen sind keine zufälligen Versuche, sondern über Jahrhunderte parfümeurischer Tradition erprobte Beziehungen. Jede zeigt eine andere Facette von Iris: einige offenbaren seine Tiefe, andere mildern seine Schärfe, wieder andere verlängern seine Haltbarkeit auf der Haut. Bei der Auswahl der Begleitstoffe entscheiden wir je nach gewünschter Wirkung, nicht nach Schema.

Die Duftfamilie

Iris steht in der Blumenfamilie — der breitesten und vielfältigsten Gruppe in der Parfümgeschichte. Sie umfasst weiße Blüten (Jasmin, Tuberose), rosafarbene (Rose, Veilchen) und gelbe (Mimose, Freesie). Jede trägt ihren eigenen Charakter, was sie eint, ist die klassisch-feminine Seite, die den größten Teil der Geschichte der Damendüfte geprägt hat.

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