
Die Begriffe Eau de Toilette, Eau de Parfum und Extrait de Parfum beschreiben primär die Konzentration der Duftstoffe im Alkohol. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Die Konzentration sagt etwas über die Stärke aus, nichts über die Qualität — ein häufiges Missverständnis, das die Industrie selten korrigiert.
Die typischen Bereiche: Eau de Cologne hat 2 bis 5 Prozent Duftstoffanteil, Eau de Toilette 5 bis 15 Prozent, Eau de Parfum 15 bis 22 Prozent, Extrait de Parfum 20 bis 40 Prozent. Diese Werte sind nicht streng reguliert — Hersteller verwenden die Bezeichnungen oft frei. Ein Eau de Parfum eines Herstellers kann schwächer sein als ein Eau de Toilette eines anderen.
Höhere Konzentration bedeutet nicht automatisch besserer Duft. Ein gut formuliertes Eau de Toilette kann länger anhalten und schöner verblassen als ein schlecht formuliertes Extrait. Es kommt auf die Formulierung an, nicht nur auf den Prozentsatz. Die Auswahl der Basisnoten ist entscheidend für die Haltbarkeit; schwere Moleküle wie Sandelholz, Patchouli, Moschus oder Ambroxan halten Stunden, während Zitrusnoten flüchtig sind.
Alle unsere Düfte sind als Eau de Parfum formuliert — mit einem Duftstoffanteil zwischen 15 und 22 Prozent. Das ist eine Konzentration, die auf der Haut gut funktioniert: ausreichend Projektion in den ersten Stunden, ruhigeres Verblassen danach. Wir wählen diese Konzentration, weil sie eine gute Balance bietet: stark genug für Tagespräsenz, nicht so intensiv, dass sie überfordert oder kratzig wird.
Eine weitere wichtige Variable ist der Trägeralkohol. Hochwertiger, dehydrierter Ethanol ist Voraussetzung — billige Lösungsmittel verändern den Charakter eines Dufts und können Hautirritationen verursachen. Wir verwenden ausschließlich Bio-Ethanol aus europäischer Produktion, der speziell für die Parfümerie entgiftet und gefiltert wurde.
Was das konkret bedeutet: Auf unsere Düfte sparend auftragen, besonders anfangs. Drei bis vier Sprühstösse auf die Haut reichen aus. Mehr ist selten besser — eine zu starke Dosis überfordert den Geruchssinn schon nach Minuten, sodass man den eigenen Duft nicht mehr wahrnimmt, andere aber sehr wohl. Ein guter Duft soll erinnern, nicht erschlagen. Auf Kleidung dagegen darf etwas mehr — die Stoffe nehmen die Komposition langsamer auf und geben sie über den Tag verteilt frei.